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14. September 2011, Rotenburger Journal

 

"Einen Blick durch die rosarote Brille werfen"

Unternehmerfrauen im Handwerk auf Anti-Ärger-Kurs

 

"Das ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet ohne anderen zu nützen. "
(Kurt Tucholsky)

 

ROTENBURG. Auf große Resonanz stieß das "Anti-Ärger- Training der Arbeitskreises der Unternehmerfrauen des Handwerks (UFH). Manche Menschen ärgern sich täglich, andere seltener, dafür eventuell ausgeprägter, noch andere fast gar nicht. In diesem Seminar galt es, die Ärger-
Quellen ausfindig zu machen und Methoden zu üben, den Ärger kreativ und humorvoll zu begegnen. Oder noch besser, ihn gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

Maike CarlsDie Pädagogin und Trainerin Maike Carls hat immer einen Notfallkoffer dabei. Nicht nur für ihre Vorträge, auch für das Leben. In diesem befindet sich eine Clownsnase als "persönlicher Gefühlsairbag", eine Riesenradiergummi, um die kleinen Pannen des Alltags wegzulöschen, und eine rosarote Brille, mit der das Leben gleich anders aussieht. Das allerwichtigste Utensil ist allerdings ein Stäbchen, ersatzweise kann es auch eine Gabel oder ein Kugelschreiber sein. Wer dieses Teil quer zwischen die Lippen schiebt, lacht. Die Mundwinkel gehen automatisch nach oben, die
Stimmung steigt, und der Tag ist gerettet. Natürlich kommt es auch auf die innere Haltung an, so die Trainerin und damit tun sich gerade Frauen
häufig schwer. Da gebe es die ständigen "Essigabschmecker" und den "50-Euro-Gang", den Blick nach unten gerichtet, aber noch nie Geld
gefunden, und die typischen Selbstzweifel.

 

Carls ermunterte doch öfter zu lachen, auch mal über sich selbst. Lachen ist Labsal für Körper, Geist und Seele. Carls plauderte über Alltagsgeschichten, über Beziehungen, weibliche Haupt- und Nebenrollen auf den Rippen, über Falten die Bewegung bringen. Durch ihre heitere
Art, den enormen Redeschwall und vielen Witzen, gingen bei den Teilnehmerinnen die Mundwinkel ganz ohne "Stäbchen" nach oben und mancher Ärger wurde schnell weggeblasen. Fazit: Ärger macht krank und greift den Organismus an.